Der schwere Teppich des Flughafens verschluckt unsere Schritte. Legendäres hatten wir bereits über den Flughafen Singa-purs gehört - riesig, modern und extrem sauber. Letzteres nehmen wir nach der ca. 20stündigen Anreise gerade noch wahr. Kontrollen gibt es hier nicht bei der Einreise.
 
Wir stehen vor dem Flughafengebäude und warten darauf, dass unser Fahrer sein Auto vom Parkplatz holt. Und wir haben das Gefühl zu schmelzen - 35°C und gefühlte 150% Luftfeuchtigkeit. Binnen von Sekunden werden Haare und Klamotten feucht.
 
Es ist immer wieder aufregend durch den dichten Stadtverkehr eines fremden Landes zu fahren - vor allem auf der falschen Seite. Unsere mehrmaligen Ausrufe "Ah", "Vorsicht", "Ups" ringen
unserem erfahrenen Transferfahrer aber nur ein müdes Lächeln ab. Das Atrium unseres Hotels empfängt uns nach ca. 25 Minuten Fahrt mit Aircondition und freundlichem, vor allem in Überfluss vorhandenem Personal. Wir müssen nicht lange warten und bekommen auf unsere Bitte hin ein Zimmer in der 19. Etage. Was für ein Anblick! Der Blick auf die Skyline von Singapur ist phantastisch. Wir werden ihn später noch genießen. Mittlerweile ist es 17:00 Uhr und wir beschließen, uns bis zum Abendessen ein wenig auszuruhen.
 
Trotz Stufe 2 beim Fön wollen meine Haare einfach nicht trocknen. Ich lasse es. Im EG bitten wir im Restaurant um Plätze auf der Terrasse direkt am kleinen Stadtfluss, unerfahren wie wir sind. Auf der Terrasse empfängt uns die schwüle Luft wie eine Wand. Wir schaffen Abhilfe mit eisgekühlten Getränken und beschließen, am ersten Abend etwas Vertrautes zu essen - Burger und Pommes.
 
Es beginnt leicht zu regnen. Aber vielleicht steigt auch nur die Luftfeuchtigkeit. Spät kehren wir in unser Zimmer zurück. Lautlose Gewitterblitze zucken vor unserem Panoramafenster über die Dächer Singapurs. Ein atemberaubender Anblick. Ja, auch schon ein bißchen unheimlich. Wir liegen auf dem Bett und beobachten ehrfurchtsvoll das Unwetter bis wir einschlafen.
 
 
Singapur erlebt
 
Das Frühstück liegt hinter uns und wir beschließen, einen kleinen Spaziergang zu machen, um auszutesten, wie leistungsfähig wie bei diesen Temperaturen sind. Nur gut, dass die Sonne nicht scheint. Die Luft wiegt schwer und so fällt das Atmen auch nicht so leicht. Außerdem sind wir nach einer Viertelstunde klitschnass, was weniger an der Anstrengung liegt, als an der hohen Luftfeuchtigkeit. Die Nässe setzt sich einfach auf Klamotten und weicht sie langsam durch.
Anhand der Stadtkarte sehen wir, das Chinatown gut fußläufig erreichbar ist. Wir machen uns auf den Weg und sind natürlich gespannt, denn bisher kennen wir nur Chinatown in Bangkok. Die alten
Häuser, die sich gegen die Wolkenkratzer behaupten konnten, wurden toll restauriert. Die typischen roten Lampions kenn-zeichnen die Straßen Chinatowns. Überall Menschen, darunter viele Touristen. Nach dem Bummel durch die Straßen lassen wir uns gegenüber dem "Deutschen Wurstelstand" nieder erfrischen uns an kühlen Getränken. Essen wollen wir woanders - etwas Traditionelles. Das wird uns hier,
wo ein Stand am anderen zu finden ist, sicher gelingen. So ist es auch. Wir schlagen uns den Bauch voll und schlendern am frühen Nachmittag Richtung Hotel. Quer durch Chinatown, noch zweimal
abgebogen und wir sind schon da. Chinatown in Singapur ist ein sehr gepflegter Stadtteil, Tradi-tionelles und Authentisches ist schwer zu finden. Hier ist alles auf Tourismus ausgelegt und wir entscheiden - es lohnt nicht wirklich einen Besuch, schon gar keinen zweiten.
Am Abend wollen wir mit dem Transfer zur Orchard Road und das Treiben in der größten Shoppingmeile Singapurs beobachten. Daraus wird nichts. Wir verschlafen. Daher begnügen wir uns mit einem schönen Abend im Freien auf der Terrasse unseres Hotels und verschieben alle anstrengenden Aktivitäten auf den nächsten Tag.
Der Botanische Garten Singapurs ist preisgekrönt, insbesondere der Orchideengarten hat es uns angetan. Wir nehmen ein Taxi. Nur wenige Menschen sind anzutreffen. Auch wenn es am Wochenen-de ein begehrtes Ausflugsziel ist, in der Woche ist hier absoluter Totentanz. Uns kommt es entgegen. Wir nehmen uns Zeit für das groß angelegte Gelände, bestaunen die letzten qm echten Regenwaldes, genießen die Ruhe auf einer der zahlreichen Bänke und erfreuen uns an der Vielfalt und Pracht der Orchideen. Ich kann es nicht lassen zu fotografieren und so verbringen wir
beinahe den ganzen Tag hier.
 
Zurück soll es erneut ein Taxi sein. Wir stellen uns an, müssen aber nicht lange warten. Im Hotel angekommen erholen wir uns bei Aircondition und kühlen Getränken. Heute Abend soll es dann die Orchardroad werden, es ist unser letzter Abend in Singapur. Morgen geht es weiter nach Indonesien.
 
Mit dem Bus sind wir am Abend in 5 Minuten mitten im Trubel der Shoppingmeile. Es ist bereits dunkel und Menschen über Menschen strömen die Straße lang. Viele Einheimische nutzen die "kühleren" Stunden nach Feierabend, um ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen - shoppen. Wir schauen hier und schauen dort und lassen uns in einem modernen Straßencafè nieder. Hier lässt es sich aushalten, auch wenn die Musik etwas laut und lieblos aus den Lautsprechern plärrt.
 
Unchristlich früh, pünktlich um 6:00 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Ein kurzer schmerzloser Abschied von Singapur, eingecheckt, dann ist Zeit für das Frühstückspaket, dass wir von den freundlichen Mitarbeiterinnen des Hotels bekommen haben. Aber asiatisches Frühstück ist für europäische, besonders für deutsche Mägen, eher anspruchsvoll. Die Snackbars am Flughafen haben jedoch bereits geöffnet und so können wir auf Bekanntes zurückgreifen - Muffins.
 
Jetzt entfaltet der Flughafen seine ganze Größe und Modernität. Trotz der vielen Geschäfte und Bars ist er beeindruckend übersichtlich. Es ist eigentlich nicht möglich, sich hier zu verlaufen. Und so bummeln wir bis zum Boarding entspannt über dicken Teppichen durch die Gänge. Was wird uns wohl auf unserem nächsten Stepp erwarten?
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