Thailand – im Land des Lächelns
 
Ankunft
Schon wieder  mal 20 h unterwegs gewesen. Die Glieder sind steif vom langen Sitzen. Aber immerhin hat uns Singapur-Airline wie immer ausgezeichnet bedient. Bevor wir das Flughafengebäude in Phuket verlassen, müssen wir noch Geld tauschen, da wir nicht wissen, ob eine Bank auf Koh Yao Noi überhaupt existiert und wenn, wie sie geöffnet hat. Aber gleich hinter der Gepäckausgabe können wir ein „Exchange- Schild" erkennen.
Während ich schon mal draußen nach unserem Transferfahrer schaue, ist H. Geld wechseln. Nach 10 Minuten wissen wir – wir wurden abgezockt. Also nochmal zurück und nachgefragt. Nach zwei weiteren Änderungen des Auszahlungsbetrages erhalten wir endlich die richtige Summe. Ist schon ein Ding, hätten wir nicht nochmal nachgerechnet,  den Wechselbetrag auf einen Abrisszettel notieren lassen und wären dann unverrichteter Dinge in unseren Urlaub gegangen – wir wären um
100 EUR betrogen worden.
So werfen wir mit den Taschen voller Geld unsere Koffer und Rucksäcke bei  35°C in den Kofferraum unseres Taxis und machen uns auf zum Pier, an dem das Longtaleboot warten soll. Es
geht wieder alles rasend schnell – just in time, sozusagen. Umgesattelt und dann mit Volldampf auf die Phang Nga Bucht. Es ist warm, die Sonne scheint, wir nehmen Geschwindigkeit auf und genießen einfach nur die Fahrt. Nach einer Stunde Wasser und gleichbleibender, wenn auch beeindruckender, Wasserlandschaft sind nach den vielen Stunden, die
unser Weg nun schon dauert müde und schlafen ein wenig. Platz ist genug, wir sind die einzigen Gäste. Nach einer weiteren halben Stunde verlangsamt sich die Fahrt und wir landen am Strand des Koyao Island Resort auf Koh Yao Noi an. Einen Pier oder Steg gibt es hier nicht. Wir springen
tollkühn vom Boot an den Strand und sind – endlich angekommen. Die Eincheckmodalitäten sind schnell erledigt, unsere Koffer schon im Bungalow. Wir folgen schlafwandelnd. Der Rest des Tages versinkt im Rausch der Träume.
Der nächste Tag erwartet uns zu ungewöhnlich früher Stunde, kann uns aber nicht lange in seinen Bann ziehen. Temperaturen und Jetlag fordern ihren Tribut und nach dem Frühstück ist asiatische Ruhe angesagt. Wir gammeln den ganzen Tag so vor uns hin, ein wenig auf dem Tagesbett, auf den Liegen am Strand, ein kurzer Spaziergang, um das Resort zu erkunden. Auf einer großen Wiese mitten im Palmenhain verteilen sich großzügig 15 Bungalows, ein Restaurant mit angeschlossener Rezeption, Internetecke, kleiner Tauschbibliothek und einigen zu erstehenden Souveniren. Nebenan eine offen gestaltete Bar, die aber wenig heimelig wirkt und das Spa. Nicht viel zur Unterhaltung, aber Ruhe, die wir suchen.
Wir müssen uns erst an die wirklich sehr offene Bauweise der Bungalows gewöhnen und in den ersten Tagen fehlt uns eine Klimaanlage doch erheblich. Die beiden Deckenventilatoren gaukeln uns zwar eine frische Brise vor, machen bei Nacht aber auch erhebliche Geräusche. Dafür ist die Außendusche aber ein kleines Highlight und wir nutzen sie doch recht oft.
Da wir aufgrund unseres insgesamt langen Aufenthaltes einen Ausflug, eine Massage für jeden von uns und ein traditionelles Thaidinner frei haben, entscheiden wir uns schon mal für die Massage und runden damit unseren ersten Aufenthalt im Resort ab.
In den Abendstunden packen wir und regeln den Verbleib unserer Koffer. Morgen geht es in den Kao Sok Nationalpark. Da wir im Anschluss an unseren 4 tägigen Ausflug wieder hierher zurückkommen, lassen wir die Koffer im Resort und nehmen nur unsere Rucksäcke.

 
 
Weiter nach Kao Sok  (^nach oben^)
Schon sehr früh erwartet uns das Longtaleboot. Da es hier keinen Steg oder etwas Ähnliches gibt erklimmen wir die Leiter ins Boot direkt vom Strand aus. Der Weg übers Wasser ist uns bekannt, trotzdem genießen wir die Fahrt, auch wenn der dröhnende Motor einer Unterhaltung merkwürdige Wendungen gibt. Wir landen am Pier und werden auch hier sogleich in Empfang genommen, weiter geht der kurze Transfer zum Sammelbus – ein Transporter, der 2 weitere Abenteuerlustige in den Nationalpark bringen soll. Die Fahrt über Kao Lak gen Norden weckt Erinnerungen – 2004 waren wir
nach einer Trekkingtour in Nordthailand zum anschließenden Badeaufent-halt. Nach dem Tsunami hat sich viel verändert. Mehr Häuser, mehr Läden, lebendiger, aber nicht mehr so urig.
Die Fahrt dauert lange – ca. 3 h sind wir unterwegs. Dann steigen wir in ein Speedboot um. Bamboo, unser weiblicher Guide für den Rest des Tages erklärt kurz den Ablauf. Die Fahrt mit dem Speedboot in die ver-wunschenen Arme des Flusses (Name hab ich vergessen), um exotische Pflanzen und ggf. Schlangen zu sichten beginnt und – macht keinen Spaß. Erst als die Geschwindigkeit ruhiger wird und wir endlich in den Seitenarm schweben wird es angenehmer. Wir sehen auch tatsächlich eine grüne Mamba in den Bäumen. Da wir keine weiteren Tiere gesehen
haben fragen wir uns, ob diese Mamba vielleicht aus Gummi war. Dann geht es mit dem Speedboot in die Fjorde der Andamanensee, vorbei an ausgedehnten Mangrovenwäldern. Vor einer Insel auf dem klaren Wasser erwartet uns eine Dschunke zum Kajakfahren. Wir verzichten aufs Kajakfahren, trinken Kaffee und entspannen uns – wir haben schließlich Urlaub. Wenige Zeit später wird das Mittagessen gereicht. Es ist toll und schmeckt ausgezeichnet. Nach der Siesta fahren wir mit der Dschunke zu einem einsamen Strand, baden im Wasser, lungern am Strand unter
den mitgebrachten Sonnen-schirmen herum und lassen es uns einfach gutgehen. Nach ca. 1 Stunde beginnt der Rückweg. Nach einer weiteren Stunde sind wir in unserem Camp angekommen. Doch der Tag sollte noch einige Aufgaben bereithalten.
Gegen 17:30 Uhr beziehen wir unser Zelt, großzügig angelegt, mit kleiner Terrasse und einem wirklich schönem gutdurchdachten angebauten Bad mit Dusche. Wir duschen und ruhen, denn um 18:30 Uhr soll ein Film über Elefanten gezeigt werden, den wir schon als gute Touristen nicht verpassen dürfen, zumal wir uns ja auch im Elephant Hills Camp befinden. Der Film ist eine private Produktion, sehr liebevoll gestaltet. Die Realität, die wir später erfahren sollen, straft ihn jedoch insbesondere im Hinblick auf die „humane Haltung" Lügen. Nach dem Film dann noch Thaitanzen einer Gruppe Schülerinnen, im Anschluss Showcooking und dann endlich Dinner. Wir fragen uns
heute noch, wie viel man eigentlich in einen Tag packen kann.
Die Vögel suchen kreischend ihre Nachtplätze auf, Geckos und Affen rufen, ansonsten Stille. Ein letzter Kaffee vor dem Zelt. Was will man mehr.

 
 
Mit dem Kajak durch Stromschnellen  (^nach oben^)
 
Der Morgen erwartet uns mit den Geräuschen des Dschungels. Es ist noch ganz früh und selbst wir flüstern, um die Magie nicht zu stören. Später
nehmen wir ein ausgewogenes und reichhaltiges Frühstück zu uns, bevor wir uns mit dem Kajak in die Fluten stürzen. Wir sind in einer kleinen Gruppe unterwegs – 2 Kajaks mit Führer, die beiden Mädels, die wir bei unserer Anreise schon kennenlernten und wir. Der Fluss führt sowenig Wasser, dass wir manchmal den Boden berühren. Stromschnellen gibt es hier nur bei Hochwasser während der Regenzeit. Wir haben trotzdem eine Menge Spaß und kreuzen die Wege der Einheimischen, die das ruhige Wasser und schöne Wetter zu einem Bad nutzen. Mitten auf der Strecke steuern wir das Ufer an – Kaffeepause. Auf offenem Feuer wird Wasser gekocht. Es ist sehr heiß und reife Früchte fallen aus den Bäumen. Es könnte eine Idylle sein. Ich sehe mich ein wenig um, ein paar Schritte nur landeinwärts. Was man vom Fluss aus nicht sehen kann, breitet sich vor mir aus – eine riesige Fläche mit abgebrannten Bäumen, vielleicht eine ehemalige Gummibaum- oder Ölpalmplantage,
vielleicht aber auch Regenwald. Es ist deprimierend.
Wir fahren weiter. Das schmackhafte Mittagessen nehmen wir im Camp. Wir haben Zeit für uns, bevor es am Nachmittag ins Elefantencamp geht.


 
Mit Elefanten durch den Dschungel  (^nach oben^)
 
Wenn es wie im Zoo wäre, wäre es gut. Die Mahuts auf ihren Elefanten erwarten uns. Wir erklimmen die Plattform und steigen ein. Ein wenig wie beim Karusselfahren. Die Sitzbänke sind bequem und sicher. Auf dem Weg in den Dschungel passieren wir die Unterkünfte der Mahuts und die Plattformen der Elefanten. Auf Betonflächen ca. 5x5m sind die Elefanten angekettet. Es ist ein gruseliger Anblick und passt ebenso wenig zu den
Aussagen im Elefantenfilm wie der doch verwendete Führungshaken, der angeblich der
Vergangenheit angehört. Der Trip dauert ca. 1,5 h. Nicht etwa, weil der Weg so lang ist, sondern weil sich die Elefanten auf der Strecke immerzu links und rechts in die Büsche schlagen und sattfressen. Die Mahuts lassen sie gewähren, was wir nur begrüßen können. Die Strecke selbst ist sehr schön und ungefährlich, die Landschaft auf den Rücken eines Elefanten zu erleben, beschwört Bilder früherer Zeiten herauf.  Nach der Tour kaufen wir einen
großen Korb voller Früchte zur Belohnung der Elefanten. Sobald der Korb leer ist, verlieren auch die
Elefanten ihr Interesse an den Touristen. Die Kommerzialisierung stößt uns ab und wir sind froh, als wir dem Elefantencamp den Rücken kehren. Auch heute Abend erfreuen uns ein Film, diesmal über den primären Regenwald Thailands, und Thaitänzer vor dem Dinner.
Am nächsten Tag werden wir einen benachbarten NP aufsuchen und den Tag am Stausee verbringen.
 
 
Stausee - nass bis auf die Knochen  (^nach oben^)
 
Eine kurze Fahrt mit dem Kleinbus. Leider sind die beiden Mädels, mit denen wir die letzten beiden Tage verbracht haben, abgereist. Heute begleitet uns eine amerikanische Familie mit 2 kleinen Jungs. Am Stausee angekommen besteigen wir ein Longtaleboot und machen uns auf den Weg, über glasklares Wasser, vorbei ein Karstfelsen. Die Wellen sind hoch und die Bordwand niedrig. Es dauert keine halbe Stunde bis wir trotz unserer Regenjacken bis auf die Knochen durchgeweicht sind. Das Wasser peitscht uns ins Gesicht und wir können kaum etwas von der Ähnlichkeit mit der Halong-Bucht sehen. Wir verkürzen die Fahrt und nehmen direkten Kurs auf unser Ziel für die nächsten Stunden. Hier angekommen relaxen wir, genießen die sehr schöne Landschaft und schwimmen im warmen Süßwasser des Stausees. Leider wird die Rückfahrt nicht besser. Nur dass wir dann völlig durchnässt bei blasender Klimaanlage im Bus sitzen. Wir sind froh, endlich wieder im Camp zu sein. Den Nachmittag vertrödeln wir im Camp. Schauen uns die herrliche Gartenanlage mit vielen einheimischen Gewürzen an, ruhen und lesen, erfreuen uns an der Stille, die uns umgibt. Da heute der Elefantenfilm erneut gezeigt wird, verzichten wir und kehren erst zum Thaitanzen ins Restaurant ein. Wir freuen uns auf die morgige Dschungeltour.
 
 
Trekking mit Kleinkindern  (^nach oben^)
 
Erneut begleitet uns die amerikanische Familie. Nicht zu unserer Freude. Wir hatten gehofft, vielleicht Kleintiere wie Schlangen oder Spinnen zu sehen. Von dem Gedanken verabschieden wir uns und laufen schon etwas genervt los.
Zuerst überqueren wir den kleinen Fluss, der direkt unterhalb des Camps liegt und auf dem wir bereits unsere Kajaktour gemacht hatten mit einer provisorischen Fähre. Auf der Fähre kann ich dann ein stattliches Spinnenexemplar begutachten. Es sollte beinahe das einzige Tier auf dieser Tour bleiben. Auf der anderen Seite des Flusses, am Fuße des Berges gehen wir ein trockenes Flussbett entlang. Der Weg ist jedoch sehr steinig und die faulenden Blätter rutschig. Hin und wieder sind wir gezwungen, uns an Seilen ein kurzes Stück steilen Weges mit herausragenden spitzen und scharfkantigen Felsen hochzuhangeln. Zeit und Muße, um den Blick vom gefährlichen Weg abzuwenden, bleibt nicht. Das Mittag kochen wir selbst. Es gibt Reis, Curry mit Hühnchen- und Schweinefleisch und reichlich Obst. Wir sind total durchgeschwitzt, die Luftfeuchtigkeit ist enorm.
Wir besuchen u. a. eine „Fledermaushöhle und sehen tatsächlich auch ein paar Fledermäuse. Der Rückweg unterscheidet sich nicht vom Hinweg, außer dass wir nunmehr selbst durch den Fluss waten müssen. Im Fluss liegen lauter kleine Steine, da wir feste Schuhe anhaben, müssen wir diese ausziehen. Die Steine pieken verdammt toll und ich brauche eine Weile, bis ich völlig entnervt den Fluss durchquert habe. In einer Stunde werden wir auf dem Rückweg nach Koh Yao Noi sein.

 
 
Wieder im Resort  (^nach oben^)
 
Wir freuen uns, als wir das Longtaleboot besteigen, dass uns nah Koh Yao Noi bringen soll. Wir ahnen noch nicht, dass die Überfahrt ein bleibendes Erlebnis werden wird. Die Wellen türmen sich hoch, der Motor heult auf, sobald er im Wellengang  aus dem Wasser ragt. Das Boot schaukelt gefährlich hin und her. Der Kapitän fährt dicht an den Ufern der vielen kleinen Inseln entlang, manchmal zu dicht. Es scheint eine Ewigkeit zu dauern, bis wir in ruhige Gewässer einfahren. Doch dann landen wir am Strand des Resorts und sind gespannt, welchen Bungalow wir jetzt bekommen.

Endlich können wir unsere Koffer für den Rest unseres Aufenthaltes auspacken und uns richtig einrichten. Vor uns liegen noch 11 Tage und wir haben uns entschlossen, neben einem Ausflug über die Insel auch noch zum Angeln und Schnorcheln zu fahren, zum Thaiessen vor unserem Bungalow zu dinieren und uns eine zweite Massage zu gönnen. Die Tagen dazwischen sollen mit aktivem Faulenzen ausgefüllt sein.
Mit fachkundiger Unterstützung des Personals an der Rezeption planen wir unsere Touren. Wir sind hoch erfreut als wir merken, dass alle Touren individuell gebucht werden. Wir teilen die Ausflüge also nicht mit anderen Gästen und können so auch während der Touren noch Änderungen vornehmen, natürlich im Rahmen des Möglichen. Als erstes steht ein Ausflug über die Insel an.

 
 
Inselfahrt - Koh Yao Noi die vergessene Insel  (^nach oben^)
 
Dät, der Guide, der uns an diesem Tag begleiten soll, kommt zu spät, was keineswegs für Unruhe bei uns sorgt und nur auffällt, dass es während
unseres Aufenthalts in Thailand das erste mal passiert. Mit einem komfortablen Kastenwagen
fahren wir in ein Fischerdorf, das eigentlich größeren Bekanntheitsgrad durch die Stoffbatik erhalten hat. Es ist sein Dorf. Da wir anfangs erwähnten, wir möchten möglichst keine Gummibaumplantagen sehen, sondern eher Kleintiere, gibt er sich besonders viel Mühe und nimmt uns als erstes mit zu seinem Haus, umgeben von einem großen, nachlässig bewirtschafteten Garten. Hier zeigt er uns seinen Affen, den er von einem alten Mann, der gestorben
ist, übernommen hat. Da der Affe an einem kurzen Strick angeleint ist, können wir seine
Begeisterung nicht teilen, als Gäste vermeiden wir jedoch jegliche Bemerkung dazu. Das Äffchen ist vom Nieselregen nass und ziemlich verschreckt. Wir halten uns nicht länger auf und fahren zum kleinen Hafen seines Dorfes. Die Fischer flicken ihre Netze, viele bunte Boote liegen im Wasser. Als seltene Touristen werden wir freundlich, aber nicht aufdringlich empfangen. Nach einigen Fotos und Eindrücken fahren wir weiter.
Eine kurze Wanderung mit dem Ziel, Schlangen und Spinnen zu aufzustöbern oder freilebende Affen
zu Gesicht zu bekommen, bleibt erfolglos, ist aber trotzdem sehr schön. Es geht über den Hang auf die andere Seite der Insel. Hier besuchen wir ein Fischerdorf in den Mangroven. Die Häuser auf Pfählen im Wasser gebaut, sind mit vielen Pflanzen und Blumen dekoriert. Weiter fahren wir an Reisfeldern und Wasserbüffeln vorbei bis in die Hauptstadt. Wir nutzen die Gelegenheit in dem einzigen Supermarkt einzukehren. Ich erstehe abgepackten Käse, der
schließlich beim Frühstück an den nächsten Tagen für neidische Blicke sorgen wird. Da es
mittlerweile zu spät für reges Markttreiben ist laden wir Dät in ein kleines Restaurant ein. Wir plaudern ein wenig und die Zeit vergeht. Dann beginnen wir die Rückfahrt. 2 weitere Tage Baden im zwar nicht besonders klaren aber dafür umso wärmeren Wasser bringen uns unserem Angelausflug näher.
 
 
BBQ am Strand  (^nach oben^)

Wir stechen in See, zu unserer Freude erneut begleitet von Dät. Der Kapitän steuert sein Boot zielstrebig zu den
Inseln, die wir von unserem Resort aus sehen können. Der Weg ist weiter als vermutet.  Endlich angekommen ankern wir. Es ist furchtbar heiß, wenn der Fahrtwind nicht kühlt. Wir suchen uns die Angeln aus (ich bin froh, dass wenigstens eine Rechtshänderrute darunter ist) und versuchen mit Tintenfisch und Shrimps unser Glück. Ein paar mickrige Buntbarsche und andere bunte Fische lassen sich verführen. Wir behalten alle. Da unser Guide auch recht erfolglos stippt, versuchen es wir an einer anderen Stelle nochmal. Auch hier geht es nicht besser. Jedoch haben wir Gelegenheit einem der großen Fischerboote beim Netzeinholen zuzuschauen. Es sind ganz kleine Fische, eher
Sprotten im Netz. Die werden auch sofort an das bereits wartende große Boot weiterge-geben und hier sofort verarbeitet. Es dampft und brutzelt auf dem Boot wie in einer Garküche. Die hier gefangenen Fische, erklärt uns Dät, sind ausschließlich für den einheimischen Bedarf. Wir bekommen auch eine Tüte voll und versuchen unser
Anglerglück in einer schönen Bucht vor einem kleinen Strand nun mit neuem Köder. Der Kapitän fängt dann auch unser Mittagessen – 3
Barrakudas. Wir haben ausreichend Fisch, der uns satt machen wird und legen am Strand an. Der
Strand liegt direkt an einem unzugänglichen Felsen. Der ist jedoch mit 2 Fischern „besiedelt. Ein Stück zurückgesetzt vom Strand, direkt an der Steilwand mitten im Urwald, liegt ihre kleine Hütte. Der Strand selbst jedoch gehört nicht zu ihrem Refugium. Es wird ein Feuer im Schatten der Felswand entfacht, die großen Fische ausgenommen, die kleineren gewaschen. Junge Zweige werden der Länge nach gespalten und die Fische dazwischen geklemmt. Wie
ein Zelt werden die Zweige über dem Feuer zusammengestellt. Nach 20 Minuten essen wir ganz
köstlichen fangfrischen Fisch. Die Sonne steht schon tief, es wird Zeit für den Rückweg.
 
 
Nun endlich - Kleinvieh  (^nach oben^)
An das Resort grenzt ein kleiner Mangrovenwald. Über Stege führt ein Rundweg durch die Mangroven bis zum Nachbarresort und auf die Yogaplattform. Wir wollen den Strand des Nachbarresorts ausprobieren in der Hoffnung, hier klareres Wasser zu finden. Werden aber enttäuscht. Auf dem Rückweg entdecken wir sie dann – etwa 1 m über unseren Köpfen spannt sich ein großes Netz quer über den Steg. In der Mitte sitzt eine ca. DIN A4 Blatt große Spinne. Endlich. Wir fotografieren und bewundern das Kunstwerk. Der Tag beginnt immer früher. Die Hornvögel wecken uns mit ihrem Gekreisch bei Sonnenaufgang. Wir nutzen die frühe Stunde, um die geheimnisvolle blaue Stunde in der Dämmerung zu erleben. Direkt am Strand zu unseren Füßen sehen wir einen kleinen Waran, ca. 20 cm lang. Nun gut, keine Komodowaran. Trotzdem beeindruckt. Bereits auf den ersten Blick unterscheidet er sich durch seine hohe Beinstellung und vor allem die züngelnde Zunge von anderen Echsen, die wir kennen. Als wir ihn näher in Augenschein nehmen wollten, flitzt er unter die Baumwurzeln. Wir sollten ihn zu einem späteren Zeitpunkt vor unserem Bungalow wiedersehen.

Schlechte Sicht  (^nach oben^)
 
Auch auf den Schnorchelausflug in die Gewässer rund um Egg Island begleitet uns Dät. Doch diesmal scheint es ein Familienausflug zu werden – der 11jährige Sohn unseres Bootsführers ist ebenso dabei wie Däts 25jährige Schwester.
Es ist eine lange Fahrt bis Egg Island und wir trauen bei Ankunft unseren Augen nicht. Eigentlich ist die Insel zu klein für die Massen an Touristen, die im abgesperrten Terrain schnorcheln. Wir bleiben außerhalb und versuchen bis auf den Bootsführer alle unser Glück. Die Sicht ist nicht so gut, es ist wolkig und das Wasser zudem noch trübe. In Küstennähe können wir jedoch viele kleine Rifffische und einen Steinfisch sehen. Das Riff ist stark geschädigt. Kein Wunder. Die Speedbootfahrer scheinen hier Männlichkeitsrituale auszutragen. Abgebrochene Korallen-skelette bedecken den Boden. Nur noch wenige Korallen sind mit Leben gefüllt. Dann erstrahlen sie jedoch in kräftigen Farben. Es ist Zeit zum Essen. Wir landen am blendendweißen Strand und gehen zum in der Mitte der Insel gelegenen Restaurant, vorbei an Souvenirläden. Das Essen wird in Buffettform gereicht. Eine gute Idee – abwechslungsreich und schmackhaft. Däts Schwester geht es nicht so gut. Es war ihr erster Ausflug zu Egg Island und ihr erstes Schnorchelerlebnis. Sie hat viel Salzwasser geschluckt und ist beinahe grün im Gesicht. Nach dem Essen schwimmen wir noch ein wenig und machen uns auf den Heimweg. Während der Rückfahrt schläft der Nachwuchs – erschöpft von den Erlebnissen des Tages. Da wir noch Obst übrig haben, bitten wir Dät am Strand einer kleinen Insel kurz vor unserem Resort eine letzte Pause zu machen. Der Strand ist übersät mit Muscheln und Korallen, wie die Kinder sammeln und tauschen wir unsere Funde. Es macht viel Spaß und erst als die Sonne schon sehr tief steht sind wir wieder im Resort.
 
 
Die letzten Tage  (^nach oben^)
Keine schwerwiegenden Ereignisse stören uns in unserer Ruhe. Eine zweite Massage sorgt für Wohlgefühl und auch Muskelkater. Die Tage vergehen mit Baden, Lesen, Faulenzen. Abends verlassen wir zum Abendbrot wie in den letzten Tagen das Resort, um in einem Restaurant gegenüber besser und preiswerter die Thaiküche zu genießen. Zum Abschied verwöhnt uns die Natur mit einem atemberaubend farbigen Sonnenaufgang. Dann sind wir auch schon weg.
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